Algen beseitigen
Ein absolut algenfreies Aquarium ist sicher der Wunschtraum vieler Aquarianer, aber dieses wird wohl immer ein Wunschtraum bleiben.
Allerdings gibt es einige Methoden, die ein übermäßiges Wachstum der Algen verhindern und durch sogenannte Algenfresser werden die vorhandenen Algen im Zaum gehalten.
So können viele Fische im Aquarium eingesetzt werden, die gerne Algen fressen, allerdings nur dann, wenn die Fische nicht überfüttert werden. Sind sie nämlich satt, werden sie sicherlich die Algen nicht anrühren und somit können sich diese ungehindert ausbreiten.
Diese Tatsache sollte keinesfalls übersehen werden, denn oft ist auch die Überfütterung ein Grund für üppigen Algenwuchs.
Ein weiterer Grund für Algen im Aquarium sind zu kleine Becken mit zu vielen Fischen, die überfüttert werden, und zu wenigen schnellwüchsigen Pflanzen. Kommt dann noch hinzu, dass zu wenige Wasserwechsel durchgeführt werden und bilden sich aufgrund dieser gesamten Komponenten Algen, werden oft noch mehr Fische eingesetzt, diese wiederum überfüttert und schon ist der Teufelskreis zur Algenvermehrung geschlossen.
Meeresaquarim
In meinem Urlaub auf den Kanaren besichtigte ich ein großes Meeresaquarium. Doch leider hatten einige Becken Algenbefall. Bei einem Gespräch mit den dortigen Aufsichtspersonen stellte sich heraus, dass die Algenbeseitigung in einem Aquarium immer wieder nötig wird. Blaualgen sind die lästigste Algenart. Etwas Abhilfe schaffen beispielsweise algenfressende Fische, wie Welse. Doch dürfen diese nicht überfüttert sein; ansonsten werden die Algen von ihnen kaum mehr angerührt.
Bei einem Wasserwechsel rückt man mit speziellen Schwämmen (Zoofachhandel), den Algen „zu Leibe“. Nicht nur in einem großen Schauaquarium muss auf die Algenbeseitigung geachtet werden. Sondern auch bei den kleineren Becken, die in so manch einem Wohnzimmer stehen. Die Arbeiten, die hierbei anfallen, können unter Umständen sehr zeitraubend sein. Mit Präparaten, die ein schnelles Verschwinden der Algen versprechen, sollte man jedoch vorsichtig umgehen, oftmals sind diese Mittel regelrechte „chemische Keulen“. Nicht jede Fischart verträgt diese Mittel. Deshalb sollte lieber auf biologische Dinge zurück gegriffen werden.
Biologische und chemische Waffen
Andere Mittel zur Bekämpfung von Algen sind rein biologisch wirkende oder chemische Mittel.
Biologische Mittel wirken allerdings nicht so schnell wie Präparate, die Pflanzengifte enthalten. Allerdings ist bei der Anwendung chemischer Mittel immer zu bedenken, dass sie auch den Wasserpflanzen, und im schlimmsten Fall sogar den Fischen schaden können.
Im Aquarium, als ein abgeschlossener Lebensraum, sollte sich ein gesundes biologisches Gleichgewicht die Waage halten.
Überschüssige Nährstoffe werden durch entsprechende Wasserwechsel ausgeschwemmt, Schadstoffe entfernt und mit jedem Wasserwechsel werden neue wichtige Spurenelemente zugeführt, die dem Pflanzenwachstum dienen
Bei gutem, sauberem und möglichst unbelastetem Wasser kann durchaus ein häufiger Wasserwechsel stattfinden. Dabei ist auf den pH-Wert und den Härtegrad des Wassers zu achten.
Zur Beseitigung und Bekämpfung von Algen sollte also Folgendes beachtet werden:
- Möglichst häufige Wasserwechsel
- Wachstum der Wasserpflanzen optimieren
- Algenfressende Fische und Wirbellose einsetzen
Weitere Informationen dazu gibt es bei den jeweiligen Algenarten: