Aquarium - Algen

 

Algen sind ein ewiges, aber auch interessantes Diskussionsthema unter Aquarianern. Oft unbeliebt, meist gehasst, aber doch auch nützlich – das sind Algen.


Elatine
Diese Wasserpflanzen leisten in der Natur und im Aquarium unschätzbare Dienste, denn sie verbrauchen überschüssige Nährstoffe, wie beispielsweise Phosphat und Nitrat. Des Weiteren sorgen sie dafür, dass Kohlendioxid verbraucht und Sauerstoff produziert wird.


Vielen Kleinstlebewesen dienen die Algen als Lebensraum und sind darüber hinaus eine natürliche Nahrungsgrundlage für Wirbellose und Fische.


Manche Algenarten stellen sogar eine optisch attraktive Abwechslung in den Aquarien dar. Dazu zählt beispielsweise die Algenart Aegagropila linnaei, oftmals auch einfach als Mooskugel oder Algenkugel bezeichnet.


Was macht aber die Algen so unbeliebt, sodass die meisten Aquarianer sie unerbittlich bekämpfen?

Nun, einerseits stören sie das ästhetische Empfinden und andererseits gibt es durchaus Algenarten, die schädlich für die Pflanzen und Fische im Aquarium sind.


Moosball
Im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Algen wird oft über die Licht- und Nährstoffverhältnisse im Aquarium diskutiert. Dabei spielen die Nährstoffverhältnisse tatsächlich eine wichtige Rolle, der Einfluss des Lichtes hingegen wird oftmals überschätzt.


Unmittelbare Auswirkungen auf das Algenwachstum und die Vermehrung haben die Lichtverhältnisse meist nicht. Vielmehr steuert die Lichtstärke, zusammen mit anderen Umständen, das Pflanzenwachstum, das wiederum einen Einfluss auf die Algen hat. Denn die Pflanzen liefern sich mit den Algen einen Kampf um Nährstoffe und Licht und schnell wachsende höhere Wasserpflanzen, die ausreichend mit Licht und wichtigen Nährstoffen versorgt sind, setzen sich zumeist gegen die Algen durch. Die Beleuchtung kann hier mittels einer Zeitschaltuhr gesteuert werden.

 

 

Algenbefall im Aquarium

 

Kommt es zu Algenbefall im Aquarium, ist oft ein zu hoher Nitrat-Gehalt im Wasser die Ursache. Auch zu alte Lampen können dazu beitragen, denn bei besserem Licht wachsen die Wasserpflanzen schneller, holen sich Nährstoffe aus dem Wasser und reduzieren die Algenbildung. Licht mit gelblichen Anteilen verhindert das Algenwachstum. Angesichts steigender Stromkosten setzen Aquarianer zunehmend Energiesparlampen ein, die sie über dem Aquarium anbringen. Hier sollte auf einen ausreichenden Abstand geachtet werden, sonst entsteht wegen aufsteigender Feuchtigkeit leicht ein Kurzschluss.

 

Gerade kleinere Becken lassen sich damit gut ausleuchten. Bitte nicht vergessen: Jede Pflanze hat ihre eigenen Lichtmengen-Bedürfnisse. So ist natürlich auch Sonnenlicht eine Alternative aber auch kein alleiniger Ersatz. Algen sind auf jeden Fall ein Dauerbrenner. Zum einen sind sie nützlich, weil sie überschüssige Nährstoffe verbrauchen und Sauerstoff produzieren, zum anderen gibt es Arten, die Fischen und Pflanzen im Aquarium schaden. Oft ist der Kampf gegen die Algen auch dann erfolgreich, wenn man die Lampen einige Tage nicht einschaltet; hier sollte man aber unbedingt darauf achten, dass Fische und Pflanzen stets genügend Licht bekommen.