Algenfresser im Teich


Das war ein Sommer – es war heiß und schön, oft schwül und dazwischen wieder ein paar Regentage. Die Wiesen blieben grün und die Blumen wurden auch nicht zu oft gewässert. Aber was ist mit dem Teich passiert? Hier haben sich ungebetene Gäste eingenistet: Algen, die sieht man nicht gerne im Teich. Gib gibt die Möglichkeiten der Beseitigung von Algen durch Tiere, sogenannte „Algenfresser“?

Mit Einschränkung! Fische, die nur Algen fressen, gibt es nicht bei uns. Es gibt zwar Fischarten, die sich hauptsächlich von Algenaufwuchs ernähren, doch nur im Sommer. Die meisten Fische die Algen als Nahrung nutzen, fressen allerdings alles andere an Kleintieren und Grünpflanzen mit.

 

Zu viel Futter

Gründe für den Algenbefall im Teich sind häufig zu viele Fische, zu viel Futter, der hohe Nährstoffgehalt, zu seltener Wasserwechsel und zu wenig Unterwasserpflanzen. Ist dies der Fall, sind dies „perfekte“ Voraussetzungen für den unliebsamen „Algenterror“. Neben dem speziellen Einsatz von bestimmten Fischarten, ist eine andere Möglichkeit der Algenbeseitigung, der Einsatz von Mikroorganismen. Hier wird aus einem „sauberen“ Teich, der sich im Gleichgewicht befindet, Wasser entnommen (10 Liter genügen schon). Dieses intakte und stabile Wasser wird in den „kranken“ Teich gegeben und die algenfressenden Mikroorganismen nehmen Ihren Job auf. Wenn dann der Teich wieder clean ist, kann man sich fragen, ob man beispielsweise seinen Boden oder die Terrasse ausbauen oder erneuern möchte.

 

Rotfeder

 

Rotfeder

 

Als erste Wahl für den Teich mit Algenbefall gilt die Rotfeder. Die Rotfeder ist ein einheimischer Fisch, der sich auf weiche Pflanzenteile und Algen spezialisiert hat. Von der Größe her passen Rotfedern in fast jedem Gartenteich, da die Fische circa 20 bis 30 cm lang werden. Man sollte möglichst sechs bis acht Stück im Gartenteich halten. Leider werden auch weichblättrige Unterwasserpflanzen und Wasserlinsen von den Rotfedern nicht verschont. Man sollte keine Wunder von Rotfedern als Algenfresser erwarten. Und bei Überdüngen als Ursache für Algenbefall haben auch diese Fische keine Chance.

 

Silberkarpfen

 

Silberkarpfen

 

Das Wasser im Gartenteich ist grün verfärbt? Das deutet auf Schwebealgen hin. Jetzt sollte man vielleicht darüber nachdenken, den Silberkarpfen einzusetzen. Der aus China stammende Fisch ist auf Schwebealgen spezialisiert. Silberkarpfen filtern die Algen praktisch aus dem Wasser. Man sollte den Silberkarpfen aber nur dort einsetzen, wo eine Teichmuschel, die auch Schwebealgen vertilgen kann, keine Chance zum Überleben hat.

 

Keinen Graskarpfen

 

Graskarpfen

 

Vorsicht vor dem Weißen Amur (Graskarpfen), die angeblich auch zu den Algenfressern zählen. Der Fisch frisst höchstens als Jungfisch mal ein paar Algen und ist ansonsten nur auf höhere Wasserpflanzen erpicht (dazugehören selbst Schilf, Rohrkolben, Seerosen). Ein Graskarpfen kann täglich sein halbes Gewicht an Grünpflanzen verzehren und wird über einen Meter groß.

 

Wimpelkarpfen

 

Wimpelkarpfen

 

Auch der der Wimpelkarpfen ist ein beliebter Algenfresser für den Gartenteich. Der in kleinen Gruppen anzutreffende Fisch bevorzugt als Futter Algen und Wasserinsekten. Sogar den Kot anderer Fische nimmt der Wimpelkarpfen zur weiteren Verwertung auf. Aber leider auch die eine oder andere Wasserpflanze.