Braunalgen

Braunalgen (Phaeophyceae) sind eine Klasse von Algen mit ca. 250 Gattungen sowie 1500 bis 2000 Arten. Braunalgen sind vom äußeren Erscheinungsbild oft braun aussehend, ein Charakteristikum dieser fädigen oder blattartigen mehrzelligen Algen sind die braunen Fucoxanthin Farbstoffe, welche das grüne Chlorophyll überdecken. Die Braunalgen sind eine sehr formenreichen Gruppe, hierzu gehören u.a. Pflanzen mit fadenartigen, blattförmigen und komplexen Formen mit einer Länge bis zu mehreren Metern. In der Nordsee wird u.a. der Tang ca. 5 Meter lang, es gibt jedoch auch Tangformen, welche eine Länge von über 100 Meter erreichen. Zu den häufig vorkommenden Braunalgen im Nordostatlantik zählen u.a. Rinnentang, Blasentang, Fingertang, Spiraltang, Gabelzweigtang, Palmentang, Sägetang, Schottentang, Flügeltang, Riementang und Zuckertang.

Braunalgen kommen weitestgehend im marinen Bereich vor, sie wurden aber auch in tropischen Gewässern in Tiefen bis 200 Meter nachgewiesen. Ein Hauptverbreitungsgebiet von Braunalgen sind Meeresküsten mit gemäßigten und kälteren Meeren. Braunalgen sind teilweise an Felsen und Steinen festgewachsen, in Niedriggewässern liegen die Algen teilweise auch frei und wachsen epiphytisch auf anderen Algen. Die größten Ansammlungen von Algen als Tang in Form von Wäldern und Wiesen findet man im Kontinentalschelf, u.a. vor der nordamerikanischen Pazifikküste und im Felswatt vor Helgoland. Wenige Arten von Algen kommen in freien Oberflächengewässern wärmerer Meere, u.a. in der Sargossasee, treibend vor.

Algen gehören zu den Grundnahrungsmitteln der asiatischen Völker, sie sind besonders reich an wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen. Algen regen den Stoffwechsel an, wirken Bluthochdruck entgegen, senken den Cholesterinspiegel, stärken das Immunsystem und schützen vor Krebserkrankungen. Aus Braunalgen werden u.a. Alginate gewonnen, die als Gelbildner wirken. Alginate finden auch Verwendung in der Pharma- und Kosmetikindustrie.

 

Macrocystis pyrifera:

 

Macrocystis pyrifera