Euglenozoa

Die Euglenozoa sind ein Stamm einzelliger Algen, die im Süßwasser, im Salzwasser und in vielen anderen Lebensräumen, wie in Sümpfen, im Schlamm und im Blut, zu finden sind. Die meisten Euglenozoa sind mikroskopisch klein. Sie haben im Durchschnitt eine Länge von etwa 30 Mikrometern (Millionstel Meter). Um sich fortbewegen zu können, besitzen die Euglenozoa ein oder zwei Geißeln. Das sind schwingende Plasmafäden, mit denen die kleinen Lebewesen rudernd schwimmen und sogar auf festem Grund kriechen können. Wissenschaftlich ausgedrückt werden die Geiseln Flagellen genannt. Aufgrund des Vorhandenseins dieser Fortbewegungsmittel sind alle Euglenozoa Geiseltierchen, beziehungsweise Flagellaten.

Die zwei Hauptgruppen der Euglenozoa sind die Euglenoida und die Kinetoplastida. Ihnen ist zwar die längliche Form und das Vorhandensein von Geiseln gemeinsam, doch darüber hinaus gibt es viele Unterschiede zwischen den beiden Euglenozoa-Gruppen.

Die meisten Euglenoida, auch als Augentierchen bekannt, besitzen Chloroplasten und sind demzufolge grün. Ihr idealer Lebensraum sind warme und helle Plätze. Es gibt jedoch auch farblose Euglenoida. Euglenoida haben einen Zellkern und ein augenähnliches Organ, das lichtempfindlich ist. Sie vermehren sich schnell und einfach durch Zellkernteilung.

Kinetoplastida leben häufig als Parasiten im Blut von Tieren und Menschen. Sie kommen vor allem in Afrika vor und übertragen die afrikanische Schlafkrankheit. Während Euglenoida ihre Energie, die sie zum Leben benötigen, meist aus der Photosynthese gewinnen, ernähren sich Kinetoplastida häufig von Bakterien. Kinetoplastida sind sehr klein und bestehen aus einer einzigen Organelle, beziehungsweise einem Mitochondrium, worin sich ein Zellklumpen (der Kinetoplast) mit der DNA befindet. Durch die afrikanische Tsetsefliege gelangen Kinetoplastida in die Blutbahn von Säugetieren.

 

Euglena:

 

Euglena