Picobiliphyta

Es wird angenommen, dass es sich bei Picobiliphyta um Pflanzen handelt, die im Bereich der Algen eingeordnet werden können, dies ist aber noch nicht eindeutig geklärt. Der Name leitet sich von der sehr geringen Größe und einem festgestellten Protein-Bestandteil ab. Sie sind mikroskopisch klein, haben eine Größe von wenigen tausendstel Millimeter, etwa 0,5 bis 3 Mikrometer, und schweben wie anderes Pikoplankton frei im Wasser.

Erstmals entdeckt wurden sie im Jahr 2007 aufgrund von Proben, welche im nördlichen Atlantik, in einigen küstennahen Gewässern, sowie auch im Mittelmeer genommen wurden. Bei diesem ab Ende der 1990er-Jahre laufenden europäischen Forschungsprojekt sollte die Zusammensetzung des mikroskopischen Pikoplanktons näher untersucht werden.

Besonders in kalten, an Nährstoffen armen Küstengewässern wurden Picobiliphyta nachgewiesen, wo sie oftmals einen beträchtlichen Teil der Organismen im Meerwasser ausmachen. Weil sie von der Größe her an der Grenze der Auflösungsfähigkeit herkömmlicher Lichtmikroskope sind, konnten sie erst über bestimmte Gen-Sequenzen nachgewiesen werden. Festgestellt wurden vom an den Forschungen beteiligten Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung außerdem Phycobili-Proteine, die auch in Rotalgen als Farbpigmente vorkommen.

 

Picobiliphytes:

 

Picobiliphytes