Raphidophyceae

Die Raphidophyceae (Chloromonadophyceae) stellen eine Klasse phototrophen, einzelliger Algen dar, die durch die Flagellen beweglich sind. Die ebenfalls als Chloromonaden definierten Vertreter sind fast nur im Plankton von Süßwasser anzufinden. Besonders häufig leben sie in kleinen Teichen, Tümpeln und oft auch in Mooren. Ein par wenige Arten können jedoch auch im Salzwasser überleben und sind daher an Meeresküsten zu finden. Die Raphidophyceae reagieren sehr empfindlich auf jegliche Verunreinigungen. Daher kann man an bestimmten Arten die Qualität des Gewässers ablesen.

 

Ein gutes Beispiel ist die Art Gonyostomm semen. Diese ist ein Bioindikator speziell für dystrophe Gewässer (auch Braunwasserseen). Die heterokont begeißelten Einzeller sind mit einer Schleppgeißel und einer nach vorn ausgerichteten Schlaggeißel ausgestatten, wobei die nach vorn ausgerichtete Schlaggeißel Flimmerhaare trägt und die zweite glatt ist. Die Raphidophyceae sind relativ groß. Sie erreichen Größen von 0,1 mm. Des Weiteren besitzen sie keine festen Zellwände.

 

Sie werden von einer verstärkten Pellicula geschützt. Sie umgibt das Innere der Zelle (das Protoplasma). Unter dieser Pellicula befinden sich Trichozysten, die zur Verteidigung verwendet werden können. Unter den Algen sind Trichozysten sonst nur bei den Dinophyta zu finden. Die Plastiden der Raphidophyceae sind in den Farben grün bis grün – gelb vorzufinden. Sie enthalten das Chlorophyll a und c. Es ist kein Pyrenoide vorhanden und Lipide werden als Reservestoffe verwendet.


Die Raphidophyceae pflanzen sich nur asexuell fort. Sie vermehren sich meist durch eine Längsteilung der Zelle, während sie aktiv und schwimmend ist.
Besonders bekannt ist die Gattung der Gonyostomum. Sie ist weltweit in Torfsümpfen verbreitet. Die Art semen kann selbst ungünstigste Lebensbedingungen überdauern.